Faurby 363, Baujahr 2002

In Kurzform, wie es zur Faurby 363 "Windspiel" kam.

Um Himmelfahrt herum verdichtete sich der Gedanke, dass ein eigenes Schiff, auch im Hinblick auf die in 1-2 Jahren bevorstehende Pensionierung, nicht das Schlechteste wäre.
Zwei Fragen mussten geklärt werden. Wie "beenden" wir unsere Eignergemeinschaft und wie kommen wir zu einem neuen Schiff?
Frage 1: DASINDWIR bleibt in der Familie, Peter segelt sie weiter.
Frage 2: löste innerhalb einer Woche die Bootsbörse im Internet. Eine Faurby in Flensburg wurde nach intensiver Recherche ins Auge gefasst. Wenn man sucht, muss man mit irgendetwas anfangen, um vergleichen zu können. Und ein Ausflug nach Flensburg ist auch ganz schön, dachten wir. Schlussendlich war unsere Recherche gründlich genug, die Faurby "kontanter" gefiel uns auf Anhieb. Der verhandelte Preis stimmte für beide Seiten und das Schiff war unser.
Einen großen Raum nahm die Suche nach dem neuen Namen ein. Kontanter=Bargeld wollten wir auf keinen Fall übernehmen. Bei der Anschaffung durch den Voreigner spielten die Zahlungsmodalitäten in den Verhandlungen mit Niels Faurby eine große Rolle. Kontant=Bargeld wurde bis zur endgültigen Bezahlung anscheinend zum geflügelten Wort. Der Name folglich nur logisch.
Die nächsten beiden Wochen beschäftigten wir uns mit der Namensfindung, bis wir uns endgültig für "Windspiel" entschieden. Dieser Name kam übrigens schon auf der Fahrt zum Besichtigungstermin ins Spiel. Natürlich Götter, etwas Plattdeutsches, Englisches, vermeintlich Lustiges, Songtitel mit Bezug zum Wasser - aber all das erschien uns alles nicht richtig.
Zwei Wochen nach Vertragsunterzeichnung brachten wir den neuen Namen am Spiegel an. Weitere zwei Wochen später, am 18. Juni 2016, übernahmen wir "Windspiel" in der Marina Sonwik.
Vier Wochen mit Testschlägen und dem Einkauf von Dingen, die nach unserer Meinung noch notwendig waren, folgten. UKW- Handfunke, Fernglas, Festmacherleinen, dies und das für die Kombüse, zwei schicke Kissen und vieles mehr standen auf der Einkaufsliste. Nicht zu vergessen: Wir wollten auch einen neuen Satz Segel bei der von Hans Genthe frisch übernommenen Elvstrøm- Vertretung bestellen. Die Alten standen zwar wie ein Blech, so das Verkaufsargument von Manfred, aber es waren noch die ersten Segel in dem ihrem Alter entsprechenden Zustand. Die Genua III musste nach dem zweiten Testschlag grundsätzlich überholt werden. Radikal, indem der Segelmacher das alte Achterliek um 10-15 cm kürzte. So wird uns ein häufig im Vorliek klapperndes Großsegel und eine Genua dreieinhalb über den Sommer bringen. Aber schnell ist "Windspiel" auch noch mit den "Blech"segeln.
Die Sommertour kann starten!
Epex, double Tafetta von GentCom, Elvström Hamburg
Epex, double Tafetta von GentCom, Elvström Hamburg
Im Kleinen Belt - Juli 2016 - Foto: Ulli David
Im Kleinen Belt - Juli 2016 - Foto: Ulli David
Kommentare: 7
  • #7

    Reiner (Donnerstag, 04 August 2016 13:57)

    Gar nicht einfach, so ein Eintrag per Billighandy. Sitze gerade an der Mecklenburger Küste und genieße eure Erzählungen und die schönen Bilder. Falls ihr irgendwann einmal Rerik anläuft, gebt Bescheid! Wir bleiben nämlich Landräten. Gruß Bine und Reiner Büchtmann

  • #6

    Tajuk (Dienstag, 26 Juli 2016 21:17)

    Was für ein toller Blog. Da wissen wir ja immer, wo ihr euch rumtreibt. Letztes Wochenende waren wir in Hörup mit Marcus und Inga. War prima und macht Geschmack auf mehr. Noch 10 Tage und dann geht's auch für uns los in den Urlaub! Wir freuen uns auf Avernakö, mal sehen welcher Hafen das wohl wird.
    Wir grüßen euch.
    Die Tajuk Crew

  • #5

    Lu Eickmann (Dienstag, 28 Juli 2015 09:54)

    Moin, liebe Freunde,

    es ist wie ein bischen mitreisen mit Euch auf der DASINDWIR- und wir ducken uns auch bei Schietwetter nicht weg. Danke für die lesenswerten und mitnehmenden Reisebeschreibungen!
    Euch weiterhin Fair winds, allzeit eine Handbreit unter dem Kiel und erlebnisreiche Ferien. Herzliche Grüße vom Ammersee - Pfüads Euch
    Eure LuCa

  • #4

    Hans-Jörg Meyer (Sonntag, 19 Juli 2015 20:41)

    Moin Moin,
    meine Tochter hat mich auf Euren Blog aufmerksam gemacht nachdem ich ihr erzählte, dass wir ein Schwesterschiff wieder einmal und jetzt in Kappeln getroffen haben.Vorweg, Euer Blog ist super, einfach großartig !!!
    Also, unser Boot ist die Pampero aus Elsfleth. In 2014 haben wir uns in Holtenau getroffen. Leider fanden wir im RRV keinen Platz, sonst hätten wir sicher Kontakt aufgenommen. Das Boot liegt z.Zt in Düsternort, haben an den Schwager übergeben und sind seit gestern abend zu Hause. Der Schwager hat 14 Tage und sollte das Boot bis Bremerhaven bringen.Ich hoffe, dass wir uns mal treffen und austauschen können.
    Bis dahin Mast-und schotbruch!
    Herzliche Grüße von der SY PAMPERO

  • #3

    Silke Ke. (Sonntag, 19 Juli 2015 18:43)

    Hey, ihr Zwei! Tolle Geschichten; hat viel Spass gemacht, die ganze Chose war ja wie ein Buch! Ich grüsse euch herzlich aus dem heute feuchren, etwa 15 Grad warmen Hamburg! Am sonnabend, d. 26.7. fahren wir mit Hans Oestmanns "Adele" anl. Christines 60.Geburtstag mit 30 Gästen ab Blankenese bis Landungsbrücken, in die Speicherstadt, weiter in Richtung Bille bis??? Von Morgens 11 Uhr bis zum späten Nachmittag!. Anschliessend wird an Land in Christines Wohnung "ausgefeiert". Ich werde im August für etwa 3 oder 4 oder 5 Wochen nach Bad Kissingen zu einer Art Kur fahren, wo ich schon vor 7 Jahren einmal war: Viel Bewegung; gedrosseltes Essen! Ich bin sehr gespannt und freue mich auf alles was kommt! Für heute erst einmal tschüss, macht es weiterhin gut, liebe Chris und lieber Axel! Eure Silke

  • #2

    Thorsten Flasch (Freitag, 12 September 2014)

    Moin liebe Sylversters,
    klasse Bericht und Fotos, lese ich mir immer wieder durch !!, fühle mich dann wieder wie in unserem Taumurlaub auf der Ostsee
    Gruß von der Wanda O.

  • #1

    Joachim Michels (Mittwoch, 08 Mai 2013 22:03)

    Ja, DASINDWIR wird 35 Jahre alt, und zwar genau am 26. Mai haben wir das Boot zu Wasser gelassen und getauft. Von den 35 Jahren war es die ersten 15 in unserem Besitz. Bei Euch ist es nun fast 20 Jahre.
    Vor einem Jahr besuchte ich meinen Freund und Mitsegler Herbert (Fiete) Hirthe und bat ihn, mir sein Boot zu zeigen, das ich noch nicht kannte.
    "An diesem Steg liegt es," sagte er und wir gingen die Treppe hinunter. Aber da lag als erstes DASINDWIR im alten und neuen Glanz. Ich hätte es gern über den Atlantik mit genommen anstatt den Flieger zu benutzen mit all den Problemen auf den Flughäfen.
    Erstaunlich - oder auch nicht - Ich hätte kein quasi werftneues Boot erwartet.
    Herzlichen Glückwunsch

    Jochen

Gästebuch:

Mehr zu Hanseaten auf der privaten Webseite von Ingo Paulus. Mit Schiffsregister.

Kiekste:

www.hanseat-yacht-service.de